
Wir, die Ältesten der Heilsarmee - Jesus - Freak - Gemeinde Chemnitz, glauben, ... | ... dass Sex ein edles und geniales Geschenk Gottes an uns ist. ... dass Sex aber auch ein Feuer ist, dass nicht nur wärmt, sondern zerstörerisch wirken kann und dass auf diesem Gebiet potentiell viel Schmerzen und Schaden liegt. (z.B.: ungewollte Schwangerschaften, Gesundheitsrisiko, Vertrauensmißbrauch, bei Beziehungsende seelische Verletzungen wie z.B.: Gefühl des Betrogenseins, Gefühl der Ablehnung und damit Zerbruch des Selbstbildes und der Beziehungsfähigkeit etc.) ... dass wir als Christen gefordert sind, eindeutig Stellung zu beziehen, was sich auch in eindeutigen Beziehungen niederschlagen sollte. | Wir legen deshalb für unsere Gemeinde eine Art Richtlinie fest: | Sex, nach unserer Definition: Geschlechtsverkehr und alles, was für den Einzelnen zwangsläufig dazu führt, hat seinen Platz nur innerhalb der Ehe. Eine Ehe beginnt mit der Entscheidung lebenslang zusammen zu leben und einem öffentlichen Rechtsakt (Deutschland: Standesamt). | Wir begründen unsere Richtlinie damit, ... | ... dass es in erster Linie nicht um das Einhalten von Regeln geht, sondern um das Leben in der Beziehung mit Jesus. Weil wir zu ihm gehören, möchten wir auch im Bereich der Sexualität nach seinem Willen, “Sex nur innerhalb der Ehe”, leben. ... dass Gott diesen Maßstab gegeben hat, nicht um uns einzuschränken, sondern um Verletzungen und Schaden von uns und unseren Beziehungen fernzuhalten. Deshalb möchten auch wir dies betonen und mehr von Schutz als von Pflichten reden. | Wir werden ... | ... die biblischen Gedanken zum Thema “Sex & Ehe“ lehren und dies als verbindlichen Maßstab für unsere Gemeinde akzeptieren. ... versuchen in Liebe und Barmherzigkeit den biblischen Maßstab als Gemeinde zu leben und Paare geistlich, seelsorgerlich und auch praktisch zu unterstützen. | Warum “Sex nur innerhalb der Ehe“? - Gedanken der Bibel ... | Nach Gottes Willen gehört Sexualität in eine lebenslange Beziehung / Ehe (1. Mo 2,24; 1. Kor 7,2-9 - die hier benutzten Worte für Frau und Mann weisen deutlich daraufhin, dass hierbei Ehepartner gemeint sind und keine nichtverheirateten Paare). Sexualität konstituiert aber keine Ehe, sondern eine Ehe wird in der Bibel durch ein öffentliches Bekenntnis / Rechtsakt geschlossen, dem die geschlechtliche Vereinigung folgt und nicht vorausgeht (z.B.: 1. Mo 29; Ruth 4; 5. Mo 22,13 ff. + 2. Mo 22,15f.). Kam es zu Sexualität zwischen unverheirateten und nichverlobten Paaren, sollte es im Nachhinein zur Eheschliessung kommen (Ehe bestand also noch nicht). Dies war zur sozialen / finanziellen Absicherung der Frau gedacht, denn |
sie lebte als Nichtjungfrau immer in der Gefahr keinen Ehemann zu finden oder von ihrem zukünftigen Ehemann verstossen zu werden, wodurch sie jegliche finanzielle / soziale Absicherung verlor (5. Mo 22,20f). Der Vater hatte aber das Recht, trotz vorangegangener Sexualität, die Ehe zu verweigern. Der Brautpreis musste trotzdem gezahlt werden um die Frau abzusichern. Die Androhung von drastischen Strafen (bis Todesstrafe) zeigt, wie stark der biblische Maßstab „Sex nur innerhalb der Ehe“ bewahrt werden sollte. Geschlechtsverkehr gehört nach bibl. Verständnis auch noch nicht in die Verlobungszeit, wie aus den Beispielen von Jakob & Lea/Rahel und Joseph & Maria deutlich wird. Auch die große Bedeutung des “Hochzeitsnachttuches“ weist deutlich daraufhin, dass die erste geschlechtliche Vereinigung in der Hochzeitsnacht stattfinden sollte (5.Mo 22,13 ff.). Die Hochzeit wurde als „Heimholung“, der in der Verlobung versprochenen Braut, angesehen, die durch die geschlechtliche Vereinigung in der Hochzeitsnacht vollendet wurde. Die Bibel vertritt also sehr deutlich die Richtlinie „Sex nur innerhalb der Ehe“, auch wenn dieser Satz selbst so nicht in ihr zu finden ist. Doch sollten wir davon ausgehen, dass dieser Maßstab sich durch die gesamte Bibel hindurchzieht und unverändert bleibt. Er wurde bereits in der Schöpfungsordnung dem Menschen mitgeteilt (1. Mo 2,24), später durch das Gesetz geschützt (z.B. 5. Mo 22) und auch im neuen Testament von Jesus und Paulus vertreten (z.B. Mt 19; 1. Kor 7). | Zusammen wohnen vor der Ehe ... | Sex beinhaltet nach unserer Definition nicht nur den Geschlechtsverkehr, sondern beginnt schon viel früher. Daher geht es weit mehr als um ein Miteinanderschlafen - es geht um einen verantwortlichen Umgang mit unserer Sexualität vom Anfang der Beziehung an. Urlaub zu zweit, zusammen in einem Zimmer oder in einem Bett übernachten, gemeinsamer Saunabesuch ... sind grundsätzlich nicht falsch. Aber jeder sollte sich ehrlich fragen: Welche Gedanken, Gefühle & Sehnsüchte löst das in mir und in meinem Partner aus? Bringe ich damit mich/uns in eine Gefahr und überschätze ich nicht vielleicht meine Kraft im entscheidenden Augenblick "Nein" zu sagen? Selbst wenn all diese Fragen "ehrlich beantwortet" für dich kein Problem darstellen, sollten wir uns unserer Vorbildfunktion als Christ bewußt sein. Was bewirkt mein/unser Verhalten in Anderen? Werden Andere durch mein Vorbild ermutigt Dinge zu tun, die für sie im sexuellen Bereich zur Gefahr werden? Gottes Wort gibt uns auch in diesem Fall eine gute Leitlinie: "Seid vielmehr kritisch gegen euch selbst, wenn ihr euch im Glauben stark fühlt, und vermeidet alles, was einem Bruder oder einer Schwester Anstoß bereiten oder sie zu Fall bringen kann." [Röm 14.13] Gott hat sich den Start in die Ehe als einen guten Dreiklang gedacht, der zeitlich und inhaltlich zusammengehört: ein öffentliches Bekenntnis mit Rechtswirkung [in D Standesamt] & das Zusammenziehen- und wohnen & Ausleben der Sexualität [1.Mose 2.24]. Damit wird deutlich, dass das Zusammenziehen und die Eheschließung unmittelbar zusammengehören. Deshalb halten wir ein gemeinsames Wohnen in einer eheähnlichen Verbindung vor der standesamtlichen Eheschließung für nicht richtig. Wir sind uns aber im Klaren, dass es Ausnahmesituationen gibt, in denen das Zusammenziehen einige Tage vor der standesamtlichen Hochzeit als Notlösung [nicht als anstrebenswerter Zustand] nachvollziehbar ist. |
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